Glossar

A

Absentismus

Unter Absentismus versteht man „motivationsbedingte“ Fehlzeiten, die nicht auf Erkrankungen oder anderen im Arbeitsvertrag vereinbarten zulässigen Gründe für das Fernbleiben von der Arbeit beruhen. Für das Phänomen Absentismus liegen verschiedene Erklärungsmodelle
vor wie das Rückzugsmodell, das ökonomische Nutzen-Modell oder das abweichende Verhaltensmodell.

 

Quelle:

Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Uhle, Thorsten, Treier, Michael

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Akkreditierung

Formale Anerkennung der Kompetenz einer Einrichtung, bestimmte Prüfungen oder Prüfungsarten auszuführen. Zertifizierer müssen formal akkreditiert werden.

 

Quelle:

BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Arbeitsbewältigungs-Coaching

Beim Arbeitsbewältigungs-Coaching® (ab-c®) handelt es sich um  einen Beratungsprozess, der Ihr Unternehmen und Ihre Belegschaft unterstützt, den Wandel der Arbeits- und Wirtschaftswelt erfolgreich zu meistern. Unter Berücksichtigung  individuellen Kapazitäten und Arbeitsanforderungen ist es das Ziel, die Arbeitsbewältigung der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

Arbeitsschutz / Gesundheitsschutz

Schutz des Beschäftigten vor berufsbedingten Gefahren und schädigenden Belastungen, wozu auch leistungsbezogene Über- und Unterforderungen zählen. Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz bezieht sich heute im allgemeinen auf die Sicherheit von Maschinen, die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten, sowie die Motivation zum sicheren Verhalten am Arbeitsplatz.

 

Quelle:

Glossar

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Konzepte, Praxis, Perspektiven

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Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit ist ein anzustrebender gefahrenfreier Zustand bei der Berufsausübung. Die auf den Menschen bezogenen Auswirkungen von Gefahren sind Personenschäden als Folge von Verletzungen (Unfällen), Berufskrankheiten und sonstigen schädigenden Einflüssen auf die Gesundheit.

Die Vermeidung berufsbedingter gesundheitlicher Schädigungen ist ein Interesse, das jeder Beschäftigte von Natur aus besetzt, weil davon sein Wohlbefinden und seine wirtschaftliche Existenz abhängen.

 

Quelle:

Glossar

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Konzepte, Praxis, Perspektiven

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Audit

Systematische, unabhängige Untersuchung einer Aktivität und der Ergebnisse, so dass Vorhandensein und sachgerechte Anwendung spezifizierter Anforderungen beurteilt und dokumentiert werden können. Ein Audit ist ein modernes Informationssystem, um zu einem bewerteten Bild von Wirksamkeit und Problemangemessenheit von qualitätssichernden Maßnahmen zu kommen. Unterschieden werden u.a. Produktaudit, Verfahrensaudit, Systemaudit. Ziel: Schwachstellen sollen aufgezeigt, Verbesserungsmaßnahmen angeregt und deren Wirkung überprüft werden.

 

Quelle:

BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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B

Beanspruchungsfolgen

Lassen sich die Belastungen aufgrund der zur Verfügung stehenden Ressourcen kompensieren, resultieren positive Beanspruchungsfolgen, die motivationsförderlich sind. Gibt es quantitativ oder qualitativ ein Zuviel an Belastungen, die ressourcentechnisch nicht oder nur unzureichend kompensierbar sind, kommt es zu negativen Beanspruchungsfolgen, die sich psychisch, physisch, kognitiv, emotional und behavioral auswirken können. Die langfristige Wirkung negativer Beanspruchungsfolgen schlägt sich gesundheitlich in den typischen ‚Stresserkrankungen’ nieder.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Benchmarking

Prozess des Vergleichs und Messens der eigenen Produkte, Dienstleistungen und Prozesse mit den besten Wettbewerbern oder den anerkannten Marktführern. Im Vergleich mit diesen Best in Class sollen Unterschiede zum eigenen Unternehmen und Verbesserungsmöglichkeiten erkannt werden mit dem Ziel, die wirkungsvollsten Methoden herauszufinden (Best Practice), diese zu adaptieren und die Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens so zu steigern, dass selbst die Spitzenposition erreicht wird (Best of the Best).

 

Quelle:

BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Beschwerdemanagement

Dokumentation und Analyse von Kunden- bzw. Patientenbeschwerden mit dem Ziel, diese zu erfassen und zu bearbeiten.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Betriebliches Eingliederungsmanagement

Nach § 84, Abs. 2 SGB IX (neuntes Buch Sozialgesetzbuch) ist das  betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) eine Aufgabe des Arbeitgebers mit dem Ziel, die Arbeitsunfähigkeit der Arbeitnehmer möglichst zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des Betroffenen zu erhalten. Wenn ein Arbeitnehmer innerhalb von 12 Monaten mehr als 42 krankheitsbedingte Fehltage am Stück oder partialisiert aufzuweisen hat, soll das BEM einsetzen. Soweit im Unternehmen ein Betriebs- oder Personalrat installiert ist, ist dieser zu beteiligen (Partizipationsgrundsatz). Wenn der Betroffene leistungsgewandelt ist, ist zusätzlich die Schwerbehindertenvertretung hinzuzuziehen.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement

Systematische sowie nachhaltige Schaffung und Gestaltung von gesundheitsförderlichen Strukturen und Prozessen einschließlich der Befähigung der Organisationsmitglieder zu einem eigenverantwortlichen, gesundheitsbewussten Verhalten.

 

Quelle:

Arbeitskreis DIN SPEC 91020

Burn-out

Nach ICD-10 handelt es sich beim ‚Burn-out’ um keine Erkrankung, sondern um ein Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, die mit einem Zustand der totalen Erschöpfung einhergeht (Z 73.0). In der klinischen Forschung versteht man unter Burn-out eine sich prozesshaft entwickelnde Beanspruchungsreaktion, die sich z. B. in anhaltender Emotionsarmut, reduzierter Arbeitsleistung und -motivation sowie zynischem und abgestumpftem Verhalten gegenüber Kunden, Klienten u. a. Menschen auswirkt. Ursprünglich war das Burn-out ausschließlich in psychosozialen Berufsfeldern (Krankenpflege, Lehrerberufe etc.) verortet. In einer breiteren Definition sind inzwischen alle Tätigkeiten inkludiert, die durch Interaktionen mit anderen Menschen gekennzeichnet sind (z. B. Dienstleister).

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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C

Commitment

Commitment bezeichnet das Ausmaß der Identifikation eines Mitarbeiters mit dem Unternehmen, bei dem er beschäftigt ist. Beim affektiven Commitment hat das Unternehmen eine große persönliche Bedeutung für den Mitarbeiter, aufgrund dieser emotionalen Verbindung möchte er auch zukünftig gerne hier beschäftigt sein. Fühlt sich der Mitarbeiter der Organisation moralisch oder aufgrund normativer Wertvorstellungen verpflichtet, bleibt er dem Unternehmen verbunden, da er der Überzeugung ist, dass das Ausscheiden falsch wäre. Und schließlich kann der Mitarbeiter auch die monetären und sozialen Kosten berücksichtigen, die ein Stellenwechsel nach sich ziehen würde - hierbei handelt es sich um die rationale Ebene des Commitments. Zahlreiche Studien belegen positive Zusammenhänge zwischen Commitment und Leistung, Motivation und Anwesenheit am Arbeitsplatz sowie negative Zusammenhänge zwischen Commitment und erlebtem Stress sowie der Absicht das Unternehmen zu verlassen und es dann tatsächlich zu verlassen.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Corporate Social Responsibility

Ein deutsches Synonym für Corporate Social Responsibility (CSR) lautet unternehmerische Gesellschaft- oder Sozialverantwortung. Gemeint ist der freiwillige Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, die über die gesetzlichen Forderungen der Compliance hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Markt, in der Umwelt bis hin zu den Beziehungen mit den Mitarbeitern und dem Austausch mit den Stakeholdern. CSR hat zudem nicht zu unterschätzende positive Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage (Employer Branding).

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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D

DIN EN ISO Normenreihe 9000-9004

Diese in der Industrie entwickelte Normenreihe beschreibt die Erfordernisse, die an ein Qualitätsmanagementsystem gestellt werden müssen. Sie enthält universelle Forderungen und gilt für den Produktions- wie den Dienstleistungssektor gleichermaßen. Sie umfasst Elemente zur Qualitätssicherung in Design, Entwicklung, Produktion, Montage und Kundendienst. Die Normen dokumentieren die Ebenen, auf denen Qualität überprüft wird, nicht die technische Produktnorm. Sie stellt damit nicht die Beschaffenheit eines Produkts/ einer Dienstleistung sicher. Ziel: Festlegung von Qualitätsbereichen, Dokumentation der Qualitätsbestrebungen, Transparenz für Kunden.

 

Quelle:

BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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DIN SPEC 91020

Die Spezifikation legt Anforderungen an ein Betriebliches Gesundheitsmanagement-System fest und gibt Organisationen jeglicher Art, Branche und Größe damit Hilfestellung bei Aufbau und Einführung eines solchen Betrieblichen Gesundheitsmanagement-Systems (BGMS). Zudem kann sie als Grundlage für eine akkreditierte Zertifizierung herangezogen werden.

 

E

Employability

Employability ist die Forderung nach Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit in einer sich wandelnden und zunehmend flexibilisierten Arbeitswelt. Es geht primär um die Arbeitsmarktfähigkeit, die Eigenverantwortung, Gesundheit und Kompetenz von den Individuen verlangt. Wachsende Bedeutung erhält das Konzept der Beschäftigungsfähigkeit durch den demografischen Wandel. Umgangssprachlich könnte man auch von der Arbeitsmarktfitness sprechen, die u. a. durch Förderung von Schlüsselkompetenzen bei gleichzeitiger Forderung nach mehr Selbstverantwortung mit flankierenden strukturellen Unterstützungsangeboten der Qualifizierung und des Gesundheitswesens erzielt werden soll (Employability Management).

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Empowerment

Unter dem Begriff ‚Empowerment’ werden alle Strategien und Maßnahmen verstanden, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung des Menschen erhöhen. Im betrieblichen Alltag ermöglicht ein von Empowerment geprägter Führungsstil, dass die Mitarbeiter ihre Interessen selbstbestimmt und selbstverantwortlich vertreten und gestalten sowie Entscheidungen aus unternehmerischer Sicht treffen können (Mitunternehmertum). Empowerment erzielt man nur, wenn eine professionelle Unterstützung der Mitarbeiter erfolgt, ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Der ‚empowerte’ Mitarbeiter kann so seine Selbstkompetenz wahrnehmen.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Ergebnisqualität

Endpunkt der Tätigkeit, z.B. Produkte, medizinische Ergebnisse, Kundenzufriedenheit.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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F

Fluktuation

Fluktuation bezeichnet die Austauschrate des Personals in einer Organisation. Unter ‚institutioneller Fluktuation’ versteht man den geplanten und den Zielen der Institution immanenten Wechsel. Bei der ‚individuellen Fluktuation’ gilt es, noch weitere Zu- und Abgänge zu berücksichtigen. Schließlich umfasst die ‚natürliche Fluktuation den Anteil der Gesamtfluktuation, der altes- oder todesfallbedingt resultiert.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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G

Gesunde Führung

Führungskräfte sind Kulturpromotoren, die maßgeblich für die Entwicklung der Gesundheitskultur im Unternehmen verantwortlich sind. Gesunde Führung kennzeichnet einen Führungsstil mit impliziten und expliziten Steuerungselementen wie systematische Führung (Zielsetzung, Kontrolle der Zielerreichung und des Leistungsfeedbacks) sowie Motivation und Partizipation (Beteiligung, Einbindung, Förderung von Eigeninitiative, Verantwortungsübernahme sowie angemessenes Informations- und Kommunikationsmanagement).

 

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Glossar S. 354-367

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Gesundheitskommunikation

Gesundheitskommunikation soll über das Thema ‚Gesundheit’ aufklären, informieren und darüber hinaus überzeugen sowie zu gesundheitsfördernden Verhaltensanweisungen anregen. Dabei bedient sich die Gesundheitskommunikation den üblichen Schritten der Kommunikationsplanung (Definition der Dialoggruppen sowie die Definition der Zielgruppen, Kommunikationsziele, -inhalte, -kanäle, -phasen und -maßnahmen) und flankiert von Anfang an das betriebliche Gesundheitsmanagement (Marketing).

 

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Glossar S. 354-367

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Gesundheitskompetenz

Inhaltlich orientiert sich der Begriff ‚Gesundheitskompetenz’ an der Ottawa Charta. Gesundheitskompetenz bestimmt sich als die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken, und zwar zu Hause, in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft. Gesundheitskompetenz stärkt die Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit in Gesundheitsfragen und verbessert die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und in Handeln umzusetzen. Gesundheitskompetenz darf kein träges Wissen sein (Faktenwissen), sondern muss handlungsorientiert übersetzt sein.

 

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Glossar S. 354-367

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L

Luxemburger Deklaration

Im November 1997 verfasste die Europäische Union eine Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Dieser weitere wegweisende Schritt läutete eine neue Epoche der internationalen Zusammenarbeit in betrieblichen Gesundheitsfragen ein. Anlass für diese Erklärung war zum einen die Neufassung der EG-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz und zum anderen eine neues Bewusstsein der Bedeutung des Arbeitsplatzes als Handlungsfeld der öffentlichen Gesundheit.

 

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Glossar

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Konzepte, Praxis, Perspektiven

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K

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Ständige Suche nach den Ursachen von Problemen, um alle Systeme von Produktion und Dienstleistung sowie alle anderen Aktivitäten in einem Unternehmen beständig und immer wieder zu verbessern (Zielerreichungsstrategie). Ei ist ein kontinuierlicher Prozess in kleinen Schritten, der ständig erfolgt und nie als abgeschlossen betrachtet wird (japanisch: Kaizen). Ziel: kontinuierliche effektive Verbesserung aller Abläufe und Prozesse in einem Unternehmen.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Kriterien

Etablierte Merkmale (Eigenschaften der Strukturen, des Prozesses, der Ergebnisse).

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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M

Mitarbeiterbefragung

Befragung von Mitarbeitern in Bezug auf Schwachstellen, Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit oder der Arbeitssituation mit dem Ziel, Qualitätsprobleme zu identifizieren.

 

Quelle:

BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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P

Pathogenese

Die Pathogenese beschreibt den Prozess der Krankheitsentstehung.

 

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Glossar

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Konzepte, Praxis, Perspektiven

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Präsentismus

Unter Präsentismus versteht man eine Anwesenheit des Mitarbeiters trotz Krankheit am Arbeitsplatz. Typische Folgen des Präsentismus sind: Die Konzentration lässt nach, die Fehleranfälligkeit steigt, die Unfallgefahr nimmt zu und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Präsentismus kann sich zu einem gewaltigen Kostentreiber für Unternehmen herausstellen. Schätzungen zufolge gehen bis zu 60 % der Gesundheitskosten auf Präsentismus zurück. Eine Senkung der Fehlzeitenquote verliert ihre Bedeutung, wenn diese durch eine Erhöhung des Präsentismus erkauft wird. Im Gegensatz zu den Fehlzeiten lässt sich der Präsentismus aber nur indirekt bestimmen, indem man Gesundheitsbefragungen durchführt.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Prävention

Unterschieden werden drei Präventionsklassen: Bei der Primärprävention geht es um das Vorbeugen des erstmaligen Auftretens von Krankheiten, in der Sekundärprävention geht es um die Früherkennung von symptomlosen Krankheitsvor- und -frühstadien. Die Tertiärprävention schließlich beinhaltet die Verhütung von Erkrankungen und Behinderungen sowie die Vorbeugung von Folgeerkrankungen. Instrumente der BGF lassen sich den Kategorien Verhaltens- und Verhältnisprävention zuordnen: Unter Verhaltensprävention versteht man alle Maßnahmen, die am Menschen ansetzen (z. B. Ernährung, Bewegung, Stressmanagement); im Gegensatz dazu setzt die Verhältnisprävention im organisatorischen und technischen System an (z. B. gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung und Führung).

 

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Glossar S. 354-367

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Prozessqualität

Abläufe, z.B. Ablauforganisation, Kommunikation, Kooperation.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Q

Qualitätsmanagement (QM)

Systematische Analyse von angestrebten und tatsächlich erreichten Leistungen und Einleitung von notwendigen Verbesserungen. Die Einführung eines Qualitätsmanagements macht eine Qualitätspolitik, Qualitätsplanung, die Formulierung von Qualitätszielen und Qualitätslenkung erforderlich. Ziel: Konsequente Weiterentwicklung der Qualität.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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Qualitätsmanagementsysteme

Die zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur sowie die erforderlichen Verfahren, Prozesse und Mittel. Das bekannteste Instrument ist die DIN EN ISO Normenreihe 9000-9004.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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R

Ressourcen

Als ‚Puffer’ sind die Ressourcen bis zu einem gewissen Grad in der Lage, die Wirkungen der (Fehl-)Belastungen zu kompensieren - in Abhängigkeit von der Dauer und Intensität der Belastungen sowie der intraindividuellen Selbstregulationskompetenz. Aus der Verrechnung zwischen Belastungen und Ressourcen resultieren die Beanspruchungsfolgen. Unterschieden werden internale oder personeneigene Ressourcen, wie Qualifikation, Kompetenzen, Werte oder Bewältigungsstrategien im Umgang mit Stress und externale oder organisationale Ressourcen, wie soziale Unterstützung, gesundheitsförderliche Führung oder Gesundheitskultur.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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S

Standard

Ausprägungsmerkmal eines Kriteriums. Der Standard gibt an, welches Ziel man für erreichbar hält und auch erreichen will.

 

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Strukturqualität

Rahmenbedingungen, z.B. Qualifikation des Personals, Anforderung an Aus-, Fort- und Weiterbildung, technische Ausstattung, finanzielle und räumliche Ausstattung oder auch gesetzliche Rahmenbedingungen.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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T

Total Quality Management

Auf der Mitwirkung aller ihrer Mitglieder (jeder Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen) basierende Führungsmethode einer Organisation, die die Qualität aus der Kundenperspektive in den Mittelpunkt stellt: Als Kunde gilt in diesem Konzept nicht nur der Käufer bzw. Nutzer von Dienstleistungen, sondern alle Abteilungen einer Organisation gehen wechselseitig Kundenbeziehungen ein. Wesentlich für den Erfolg sind die überzeugende und nachhaltige Führung durch die oberste Leistung und die Ausbildung und Schulung aller Mitglieder der Institution. Ziel: Durch die Zufriedenheit der Kunden soll ein langfristiger Geschäftserfolg sowie ein  Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft erreicht werden.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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V

Vorschlagwesen

Sammlung unsystemischer und spontan generierter Vorschläge, die sich auf die Lösung von Problemen, die Verbesserung von Abläufen, die wirtschaftliche Erbringung von Leistungen oder Neuerungen beziehen. Verbesserungsvorschläge werden oft durch materielle Anreize motiviert (Prämien), teilweise auch durch immaterielle (Prestigegewinn, Motivationsförderung). Ziel: Richtung nicht von vornherein festgelegt, die Verbesserungsvorschläge können sich auf sehr unterschiedliche Bereiche der Einrichtung beziehen.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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W

Work Ability Index

Der Work Ability Index (Arbeitsbewältigungsindex) differenziert die individuelle Arbeitsfähigkeit, v. a. über die subjektive Einschätzung des Befragten (Fragebogen mit 50 Fragen in der Lang- und 13 Fragen in der Kurzversion). Der WAI soll der Verbesserung der individuellen Gesundheit, der Gesundheitskompetenz, der Arbeitsumgebung und des Führungsverhaltens dienen. Allerdings ist der Fokus eher pathogenetisch und beschränkt sich auf die Erhebung von Risikofaktoren, Ressourcen werden ausgespart.

 

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Glossar S. 354-367

Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Work-Life-Balance

Umfasst alle Aspekte, die eine Balance des Menschen zwischen Arbeits- und Privatleben beeinflussen. Ansätze in dieser Forschungsrichtung zielen auf Arbeitszeitmodelle, Urlaubsregelungen, sowie Betreuungs- und Unterstützungslösungen, die ausgleichend, d.h. balancierend wirken und insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fokussieren. Eine mehr oder weniger durch die Unternehmen geförderte Work-Life-Balance hat unmittelbare Gesundheitsrelevanz.

 

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Glossar

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Konzepte, Praxis, Perspektiven

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Z

Zertifizierung

Einrichtungen, die ein Qualitätsmanagementsystem (z.B. DIN EN ISO 9000ff.) einführen, dokumentieren entsprechend der Norm den Qualitätsmanagementprozess. Im Rahmen eines externen Audits werden nach Einführung des Systems von einem Zertifizierer Aufbau und Umsetzung überprüft. Werden die Anforderungen als erfüllt angesehen, wird ein Zertifikat ausgestellt, das eine begrenzte Gültigkeitsdauer hat. Die Verlängerung des Zertifikats bedarf einer erneuten Überprüfung.

 

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BZgA-Publikation "Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 15: Qualitätsmanagement im Gesundheitsförderung und Prävention - Grundsätze, Methoden und Anforderungen"

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